Zuletzt aktualisiert: April 2026 | Autor: Ever Energy Home – Massivhausbauer in Berlin-Brandenburg seit 2012
Wer im Neubau Sicherheit und Komfort integriert, zahlt einmal und profitiert Jahrzehnte. Dieser Leitfaden zeigt, welche Technik in welche Bauphase gehört – von der Funk-Alarmanlage über Rauchmelder-Pflicht bis zur Smart-Home-Steuerung.
Das Wichtigste in 30 Sekunden:
– Planung parallel zur Elektrik: Kabelschächte, Leerrohre, Sensorpositionen
– Rauchmelder-Pflicht in allen Bundesländern – Vernetzung ab Werk Standard
– Funk-Alarmanlage vermeidet Stemmarbeiten und ist erweiterbar
– Smart-Home-Protokolle: KNX (kabelgebunden), Zigbee/Z-Wave (Funk)
– Hausbau PLUS integriert Alarmanlage und Leitstelle serienmäßig
Die drei Systeme im Überblick
Alarmanlage: Einbruch- und ggf. Überfallmeldung.
Brandschutz: Rauch-, Hitze- und CO-Melder – teilweise gesetzliche Pflicht.
Smart Home: Licht, Heizung, Beschattung – mit optionaler Sicherheitsintegration (Anwesenheitssimulation).
Phase 1: Elektroplanung – jetzt entscheidet sich alles
In dieser Phase werden Leerrohre verlegt, Kabelschächte vorbereitet und Protokolle festgelegt. Typische Anforderungen für ein mittleres EFH:
- Netzwerk (Cat 6a) in jedem Raum, mindestens Doppeldose
- Leerrohr vom Technikraum zu allen Fensterbereichen
- Zentrale Netzwerk- und Steuerungskomponente im Technikraum
- Stromreserven (mindestens 2 Leerrohre) für spätere Nachrüstung
Phase 2: Ausbau – Mechanik schafft Widerstandszeit
Die mechanische Hülle ist die erste Verteidigungslinie. Fenster und Türen nach DIN EN 1627 RC2 (Wohnraum) oder RC3 (exponierte Lagen) verlängern die Einbruchzeit messbar und sind die Basis für jede elektronische Ergänzung. Details in der Einbruchschutz-Checkliste 2026 und im Schwerpunktartikel Einbruchschutz im Neubau 2026.
Phase 3: Inbetriebnahme – Elektronik und Aufschaltung
Die Funk-Alarmanlage wird in der Schlussphase installiert. Vorteile im Neubau: keine Kabelbohrungen, schnelle Inbetriebnahme, flexible Sensorpositionen. Die Stadtritter One umfasst alle Komponenten (Öffnungsmelder, Bewegungsmelder, Glasbruchmelder, Panic Button, Kamera) plus Leitstellenaufschaltung ab 50 €/Monat im Mietmodell.
Rauchmelderpflicht 2026
In allen 16 Bundesländern gilt Rauchmelderpflicht in Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluchtwegen. Im Neubau empfiehlt sich:
- DIN EN 14604 konforme Rauchmelder
- Vernetzung der Melder (Funk oder Bus), damit bei Auslösung alle Melder gleichzeitig schallen
- Integration in die Alarmanlage für stumme Brandalarm-Weiterleitung an die Leitstelle
- Wartung nach DIN 14676 – in Mehrfamilienhäusern ist der Eigentümer verantwortlich
Smart Home und Sicherheit
Smart Home kann Sicherheit stärken – oder schwächen. Pluspunkte: Anwesenheitssimulation, Fernzugriff auf Alarmanlage, Push-Nachrichten bei Ereignissen. Risiken: unsichere IoT-Geräte als Angriffsfläche. Empfehlung:
- Nur Geräte mit regelmäßigen Sicherheits-Updates
- Getrenntes IoT-Netz im Router (VLAN)
- Starke, individuelle Passwörter
- Verzicht auf Cloud-Zwang, wenn möglich
Mehr Details im Fachartikel Smart Home Sicherheit 2026.
Hausbau PLUS: Alles aus einer Hand
Ever Energy Home integriert die Funk-Alarmanlage, Rauchmeldervernetzung, Smart-Home-Basis und die Aufschaltung auf die Stadtritter Leitstelle serienmäßig im Hausbau PLUS. Vorteil: dokumentierte Schnittstellen, ein Ansprechpartner, eine Abnahme, Gewährleistung aus einer Hand.
Mid-Content-CTA: Sie planen einen Neubau in Berlin-Brandenburg? Hausbau PLUS ansehen – inklusive Sicherheitspaket ab Werk.
Brandenburger Risiko-Profil 2026
In Brandenburg ist die Einbruchsgefahr regional sehr unterschiedlich. Ein Blick auf die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 (PKS) zeigt:
- Potsdam-Mittelmark, Havelland: unterdurchschnittlich, aber Saisonalität (Oktober–Januar) deutlich
- Oberhavel, Barnim: überdurchschnittlich entlang Berlin-Korridor
- Berliner Speckgürtel-Lagen (Falkensee, Hohen Neuendorf, Bernau): Wochenend-Häuser besonders betroffen
- Reine Landgemeinden (Prignitz, Uckermark): niedrige absolute Zahlen, dafür schlechtere Zugangskontrolle
Daraus ergibt sich ein klares Muster: Wer im Speckgürtel baut, sollte RC2-Türen, Außenbeleuchtung und Außenhaut-Alarmanlage als Standard einplanen. Detaillierte Landkreis-Daten finden Sie in der Einbruchstatistik Deutschland 2026.
Konkrete Sensorkarte für ein 145-qm-EFH in Falkensee
| Standort | Sensor-Typ | Anzahl |
|---|---|---|
| Außentüren (Haupt + Nebeneingang) | Öffnungs- + Erschütterungsmelder | 2 |
| Erdgeschossfenster | Magnetkontakt + Glasbruch | 6 |
| Bewegungsbereich Wohnen | Bewegungsmelder PIR | 2 |
| Treppenhaus | Bewegungsmelder PIR | 1 |
| Dachgeschoss | Bewegungsmelder PIR | 1 |
| Außenbereich | IP-Kamera mit IR | 2 |
| Schlafzimmer | Panic-Taster | 1 |
| Wassergefährdete Bereiche | Wassersensor | 3 |
| Küche/Garage | CO + Hitze | 2 |
Damit kommen Sie auf rund 20 Sensorpositionen, die im Funkmodell ohne Stemmarbeiten installiert werden können. Investitionsrahmen für Material + Inbetriebnahme: 5.500–7.500 € im Neubau (im Bestand 25–40 % teurer).
Häufig gestellte Fragen
Wann plane ich Sicherheitstechnik am besten ein?
Parallel zur Elektroplanung. Vor dem Verputzen müssen Leerrohre und Sensorpositionen feststehen.
Kabel- oder Funk-Alarmanlage im Neubau?
Funk-Hybrid ist im Neubau meist vorteilhaft: keine Stemmarbeiten, flexible Erweiterung. Kabelgebundene Systeme bleiben in Sonderobjekten relevant.
Ist die Rauchmelderpflicht wirklich überall?
Ja. Details der Pflicht-Räume variieren leicht, alle Bundesländer schreiben sie inzwischen vor.
Brauche ich KNX oder reicht Funk?
Für sehr große oder komplexe Häuser ist KNX langfristig stabil. Für normale EFH reicht Zigbee/Z-Wave oft aus.
Was kostet das Sicherheitspaket im Hausbau PLUS?
Im Rahmen der Paketkalkulation individuell, deutlich günstiger als Einzelbeauftragung. Beispielrechnung in der Beratung.
Wie schütze ich Smart Home vor Cyberangriffen?
Getrenntes IoT-Netz, starke Passwörter, regelmäßige Updates, keine zweifelhaften Billig-Gadgets.
→ Hausbau PLUS | → Alarmanlage Stadtritter One | → Einbruchschutz-Checkliste | → Einbruchschutz im Neubau (Stadtritter)

